Montag morgen befuhr ich noch von innerer Seelenruhe durchflossen das Käthe-Kollwitz-Ufer und erfreute mich an dem Anblick des fertiggestellten Brückenbogens. Auch auf den Tag an dem der Brückenbogen endlich über die Elbe gehoben werden sollte, freute ich mich. Alles schien so friedlich und ruhig. Die Brückengegner hatten sich scheinbar endlich mit dem Bau abgefunden und es ging in großen Schritten voran.
Doch dann kroch gestern einer kleinen, grünen Brückengegner aus seiner Waldhöhle in der Dresdner Heide und verkündete, dass beim Schieben der Brücke über die Elbe Flächen genutzt werden, die nicht im Planfeststellungsverfahren aufgeführt waren. Jetzt denkt man: Krass, die baggern sicher einen Quadratkilometer Elbwiesen um. Denkst! Es handelt sich um Uferschlamm, der kurzzeitig entfernt werden muss, um die Brücke temporär auf Pontons setzen zu können!
Der kleine Grüne Zwerg gehört übrigens zur “Grünen Liga”, welche jegliche Stellungnahmen ablehnt und auch auf ihrer Website keine Infos zu dem Vorgang veröffentlicht. Nun muss das gesamte Planfeststellungsverfahren erneut geprüft werden, neue Gutachten erstellt werden und vieles, vieles mehr. So steigen die Kosten für die Brücke weiter, was die Brückengegner wiederrum als Fakt gegen die Brücke nennen. 35% der Baukosten betreffen Gutachten oder ähnliches, die nur durch die Brückengegner verursacht wurden!
Die träumen ja auch noch von einem Tunnel. Die grünen Fahrradrfahrer und Jesus-Latschen-Träger wünschen einen Tunnel – Wie geil ist das eigentlich? Eine Elbquerrung, die sie selber nie nutzen können! Denn Auto fährt man als grüner ja nicht, oder etwa doch? Und mit einem Fahrrad wird man einen Tunnel nicht nutzen dürfen! Schon doof.
Ich bin gespannt wie lange sich diese Diskussion nun wieder ziehen wird. Ich war heilfroh, dass der Bau endlich voran geht und große, sichtbare Erfolge erzielt wurden. Nun hat der kleine grüne Zwerg wieder etwas gefunden um den Bau sinnlos zu verzögern.
Noch ein kleines Beispiel wie die Brückengegner Diagramme auslegen:
Dies ist ein Digramm, was von der Seite www.waldschloesschenbruecke.de veröffentlicht wurde. Nun kann man ja Diagramme immer in verschiedene Richtungen auslegen. Schauen wir, wie die Brückengegner es sehen:
Die Brückenbefürworter behaupten, der Bedarf nach Elbquerungen würde in Zukunft zunehmen. Die Realität sieht anders aus. Nach Jahren der Stagnierung nehmen die Verkehrszahlen ab. Lediglich die Autobahn und die Flügelwegbrücke haben noch Verkehrszuwächse (siehe Grafik). Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Dresdner Autoverkehrs ist kontinuierlich gestiegen und befindet sich im oberen Bundesdurchschnitt.
Ähm ja, wollen wir uns doch die Grafik mal genauer anschauen:
Was erkennt man als Dresdner Bürger, welcher die Positionen der Brücken kennt? Es fällt eindeutig auf, dass die Zahl der Elbquerungen elbabwärts (Flügelweg-, Marienbrücke etc.) abnehmen. Jedoch bleiben die Elbquerungen elbaufwärts (Blaues Wunder, Albertbrücke, Carolabrücke) heilwegs stabil! (geändert)
Dass die Waldschlösschenbrücke die Flügelwegbrücke nicht entlastet, sollte jedem klar sein, sicherlich auch den kleinen, vermoderten Waldzwergen.





Also, so sehr auch mich der Bau der Waldschlösschenbrücke bewegt (in positiver wie negativer Hinsicht), sollte sie doch – einmal begonnen – endlich ohne (unnötige) Verzögerungen fertig gestellt werden können.
Da die Elbwiesen ein Schutzgebiet darstellen, ist ein Prüfungsvorgang durchaus zu rechtfertigen. Ok, die Kosten …
Allerdings, mit einer Grafik zu argumentieren, die als letzten Stand das Jahr 2003 angibt, und zu behaupten, die Zahl der Elbquerungen seien “vollkommen stabil”, halte ich etwas für vermessen.
Denn “vollkommen stabil” sehe ich hier lediglich die Querungen für die Loschwitzer Brücke. Alle anderen Graphen zeigen tendenziell weniger Überfahrten.
Da wäre also gut, wenn eine aktuellere Grafik, die vielleicht die Zahlen bis 2007 anzeigt, auffindbar wäre.
Und zwar sowohl für Befürworter als auch für Gegner des Brückenbaus.
also mal ehrlich, wie lange soll der spaß um die waldschlösschenbrücke denn noch gehen … da ich ja unmittelbar in der nähe der geplanten brücke arbeite und ständig mit verkehrsstau und andren unschönen dingen kämpfen muss, wirds echt langsam zweit das die fertig werden … und wenn ständig so nen grünes männel aus seinem wald gerannt kommt, weil nen regenwurm geköpft wurde und die stadt sich das gefallen lässt, können wir ja in 3 jahren immer noch nich über die brücke fahren … ich denke es ist alles beschlossen und unter dach und fach … werum kann dann ein kleiner quertreiber das ganze project kippen … das verstehe ich nicht! woran liegt so eine “macht”???
Na Piere klingt richtig Märchenhaft wie du es hier schreibts.
… es ist ja vollkommem okay, dass es auch gegner der brücke gibt.
nachdem aber alle rechtlichen mittel ausgeschöpft wurden und der bau rechtsstaatlich unumstößlich ist (bürgerentscheid ist das höchste mittel einer demokratie), ist jeder weitere wiederstand mit sabotage gleichzusetzen.
diese verhinderer sollten persönlich für die schäden (kosten) haftbar gemacht werden.
außerdem ist knast sicher auch nicht schlecht.
eine frechheit, wieviele millionen uns diese leute kosten!!!
Ich bin dafür die Schweine gleich in Lager zu stecken. sollen die dort endlich mal arbeiten lernen, die langhaarigen Assis…
Ja ber hallo, wie bist Du denn drauf? Merkst Du nicht, wie nah Du mit Deinen Äußerungen dem braunen Mob kommst? Alle Maßnahmen Klagen etc. sind Mittel, die Jedem im Rahmen der Demokratie zustehen. Hier hat noch keiner Bomben gelegt oder am Pfeiler gesägt. Also schön den Ball flach halten und erst nachdenken und dann das Maul aufmachen!
Hallo randOM,
Ich bin vertrete den Grundsatz, dass auf meinem Blog jeder seine Meinung mitteilen darf, auch eine Zensur der Kommentare oder ähnliches findet nicht statt. Jedoch möchte ich dir zu bedenken geben, dass mir dein Tonfall etwas “gegen den Strich” geht. Ich würde mich mit Aussagen wie “…wie nah Du mit Deinen Äußerungen dem braunen Mob kommst?” sehr zurückhalten.
Insgesamt finde ich deinen aggressiven Tonfall etwas daneben. Trotz alledem, bleibt er unverändert stehen. Ich hoffe, FREI-Bier wird sich dazu noch äußern.
MFG Pierre
Mein Tonfall ist ja nur dem des Frei-Bier-Kommentars geschuldet. Und ich denke, ich hab durch meine Übertreibung deutlich gemacht, wie diese Promille-”Argumentation” weiter geht. Insofern ist dies ebenfalls eine frei Meinungsäußerung…
Achso, eigentlich ahbe ich mich noch gewählt ausgedrückt mit “der Nähe zum braunen Mob”. Andere hätten gleich die Nazi-Keule rausgeholt. Zeigt doch die Argumentation von Herrn Frei-Bier sein teifgreifendes Unverständnis für demokratische Prozesse…
Zitat “Ich bin dafür die Schweine gleich in Lager zu stecken. sollen die dort endlich mal arbeiten lernen, die langhaarigen Assis…”
… keine Ahnung wo Du das gelesenen hast – oder ist das Deine eigene Meinung?
Vielleicht kann man auch sagen – der getroffene Hund bellt?!?
Wenn Du meinen Kommentar richtig liest, wirst Du feststellen, dass da von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit die Rede ist – also nix braun …
Richtig ist, dass am Beispiel der Brücke die Schwächen UNSERER Demokratie deutlich werden:
Prinzipiell hat ersteinmal ein Jeder das Recht seine Bedenken zu äußern und gegen Dinge, die er für falsch hält vorzugehen.
Okay – aber, wenn die höchste Instanz durch ist – das ist der Bürgerentscheid – dann sollte man aufhören.
Gut, wenn man also von der Demokratie offenbar nix hält – den Bürgerwillen also ignoriert – kann man ja trotzdem noch vor die Gerichte gehen – aber auch hier sind irgendwann alle Instanzen durch …
Was mich tierisch aufregt, ist die Tatsache, dass alle demokratischen und rechtsstaatlichen Instanzen die Brücke bestätigt haben und TROTZDEM eine Minderheit keine Möglichkeit ausslässt um dem Bürger und der Stadt zu schaden.
Es geht denen doch nicht um die Sache – die haben sie schon vor Jahren verloren – sondern nur darum die Gegner zu schädigen!
Das ist wie bei einem Kind, was sein Spielzeug nicht leiden kann, es aber lieber kaputt macht als es jemand anderem zu schenken, der es braucht bzw. mag.
Wer also jetzt nur noch nach kleinen rechtlichen Fehlerchen sucht, um die Dresdner weiter zu schädigen, der ist wie gesagt für mich ein Saboteur. – sicherlich – diese Sabotage lässt unser System zu, aber genau wie die Sauerrei mit den Abmahnanwälten im Inet ist das- wenngleich erlaubt – hochgradig unmoralisch!
Also – alle Argumente wurden vorgebracht – abgewogen – die Mehrheit hat entschieden. Hört auf schlechte Verlierer zu sein und fügt Euch der Mehrheit – das ist auch Demokratie …
Das ist selbstverständlich nicht meine Meinung sondern eine Übertreibung Deiner Argumentationsweise. Weil, so ist die Frage für mich – wo hört das auf, wenn Du Leute in den Knast stecken willst, die ihre Bürgerrechte wahrnehmen.
Dass die bösen Grünen nur die Bürger dieser Stadt schädigen wollen, ist natürlich Blödsinn. Schließlich sind sie genauso Bürger der Stadt. Nur legen die die Schwerpunkte halt anders als vielelicht der “Mainstream”. Solche Störenfirede haben unter anderem auch dafür gesorgt, dass die Elbweisen noch nicht zugebaut sind.
Der immer wieder bemühte Bürgerentscheid wird unter anderem deswegen angezweifelt, weil die Grundlagen für die Befragung falsch waren. So zeichnet sich seit langer Zeit ab, dass die Verkehrszahlen runter gehen. Zudem ist immer die Frage, was Du mit solch einem Projekt erreichst und auch hier gibt es ein kaum zu wiederlegendes Argument: Die Brücke zieht Verkehr in die Stadt. Der entscheidende Punkt ist, dass umweltbewusste Bürger (um jetzt mal nicht “die Grünen” zu sagen) eine ganz andere Vorstellung davon haben, wie die ideale Stadt aussieht. Und die ist eben nicht autogerecht sondern in erster Linie Lebensraum für Menschen. Aber für viele “Bürger” zählt halt nur, dass das Auto hinterm Haus parkt, man direkt in die Kaufhalle oder in die Boutique fahren kann und auch sonst alles hübsch bequem ist. Den Preis für unsere Faulheit zahlen halt spätere Generationen. Amen.
Zitat: “Zeigt doch die Argumentation von Herrn Frei-Bier sein teifgreifendes Unverständnis für demokratische Prozesse…”
???????
hier geht es ja eben darum, dass alle demokratischen Wege gegen eine Elbquerung ausgeschöpft wurden und jetzt nur noch nach Wegen gesucht wird sich an der demokratioschen Mehrheit zu rächen.
Es ist doch jedem klar, dass der neuerliche Einwand die Brücke nicht stoppen wird – nur verzögern und verteuern.
Genau dass ist das Ziel und genau das ist verwerflich (und ich nenne es eben Sabotage).
Eigentlich schade für die “Grüne Liga!”, welche durch solche Aktionen immer unglaubwürdiger erscheint …
Als kleiner grüner Zwerg kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, warum die Planer der Brücke so viele Fehler machen. Bei einem Projekt, das dermaßen in der Kritik steht, sollte man sich eigentlich absichern, so gut es geht. Dass dies nicht getan wurde zeigt für mich nur, wie überheblich und sicher ihrer Sache die “Bürgerlichen” sich sind.
PS: Ich hasse Jesuslatschen und trage meist Boots. Nur mal so für die Klischeekiste. Unzweifelhat ist: Fahrradfahren ist gesünder, biliger und umweltschonender als das Umherkurven mit der Blechkiste. Trotzdem kann ich auch nicht völlig auf selbige verzichten…
Das Fahrradfahren gesünder, billiger und umweltschonender als Autofahren ist, steht ja zweifelsfrei fest. Jedoch verstehe ich bis heute nicht, wieso sich dann die “Grünen Verbände” und Vereine so für einen Tunnel einsetzen, den sie dann mit Rädern gar nicht benutzen dürfen?!
Da liegst Du falsch. Beim Bürgerentscheid haben 1/3 der Dresdnr und nur die waren zur Abstimmung aufgerufen, gegen die Brücke gestimmt. Man muss kein Mathegenie sein, um zu wissen, dass das mehr als eine kleine Minderheit ist…
Zitat: “Beim Bürgerentscheid haben 1/3 der Dresdnr”
wie ich schon schrieb: gehe mal auf die Straße und höhre dich um!
Es gibt Einige, die mit der Brücke nicht glücklich sind, diese nun aber endlich gebaut haben wollen, da es die Mehrheit so entschieden hat und weitere Verzögerungen unser aller Geld verschwenden.
Die Minderheit, das sind die wenigen verbohrten Leute, die nicht wahrhaben wollen, dass sie überstimmt wurden.
Zu dieser Minderheit gehören auch viele Nichtdresdner – sind wohl sauer das sie damals nicht mitspielen (abstimmen) durften.
Schönrechner! Wenn ich mich umhöre, dann höre ich viel Enttäuschung und eine Menge Leute haben’s aufgegeben, sich aufzuregn. Nutzt ja eh nichts. Ich seh’s ähnlich: Sollen “die Dresdner” doch “ihre” Brücke haben. Werden schon merken, was es ihnen bringt. Wo waren diese “Bürger” eigentlich, als am Hauptbahnhof 100.000.000 DM und mehr in ein großes Loch geschüttet wurden, ohne jeden Nutzen? Das ist nie irgendwer dafür zur Rechenschaft gezogen wurden. Nur mal so als Denkanstoß…
Zitat: “Bei einem Projekt, das dermaßen in der Kritik steht …”
wie DERMASSEN ?!?
Wir wollen nicht vergessen, das nur eine kleine Minderheit gegen die Brücke ist – viele davon sind noch nicht einmal Dresdner.
Andere, die vielleicht eine andere Brücke oder was auch immer hätten haben wollen, möchten nun endlich eine Ende der Diskussionen und daher den Bau (wie mehrheitlich abgestimmt) schnellstmöglich vertigstellen.
Interessant ist und war nur, dass zur Minderheit der Gegner ausgerechnet einige Zeitungsredakteure gehören, die ihre Stellung dazu missbrauchen uns glauben zu machen – Alle sind dagegen.
Das Beste um sich eine Meinung zu bilden ist – geh auf die Straße und höre dich um!
Komisch finde ich auch, weshalb sich Einige so sehr gegen die Brücke stellen, während die Verschandelung des Stadtmuseums mit Stahltreppen oder des Altmarktes mit fünf “schönen” Brunnen (für 25 Millionen Euro!!!) ,etc. keinen juckt …
Ich finde die Idee auch nicht sonderlich helle. Aber das ist wohl der Kompromiss aus der Erkenntnis, dass die Dresdner die Elbquerung wollen und dass die Umweltverbände die Brücke eben nicht wollen. ich halte das die ganze Zeit schon für einen faulen Kompromiss auch weil es sicher umwelttechnisch nicht wirklich sinnvoller ist, einen Tunnel statt einer Brücke zu bauen. Aber kaum einer getraut sich zu sagen: weder noch, weil nicht notwendig.